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Reisebericht eines Wochentripp's in den modernen Gran Chaco der Colonie Menno.

Berichterstatter Dr.Wolf Weber-Hill

 

Dieser Bericht ist ausgehend  eines merkwürdigen Zufalles, eines Kontaktes, der so absurd wie dieser hier, nur im Internet zustandekommen kann, denn es handelte sich um nichts weiter als um ein peinliches Missverständnis, welches ich hier nicht näher erläutern möchte, da der abschliessende Tenor der Reise durchaus positiv zu sehen ist. Für mich ist reisen sowieso absolut nichts neues, es ist mir leichter zu sagen wo ich noch nicht war, als zu schildern welche Orte ich auf der ganzen Welt schon besuchte.

Also sass ich wieder einmal im Flugzeug diesmal in einem blitzsauberen Mittelstreckenjet der paragayischen Luftlinie TAM. Es ging von Santiago de Chile nach Asunción. Der Service war sehr gut, dass Essen auch, es wurde schliesslich von niemandem weniger als Jürgen Paulmanns Sky-Food geliefert

Schniekes Flugzeug und bester Service

Der Flug ging rasch vonstatten, nur zwei Stunden und zwanzig Minuten. Nichts aufregendes. In Asunción angekommen, erwarteten mich dort zwei sehr nette Colonisten der Colonie Menno, das Ehepaar Erwin und Pauline Hiebert. Er war Schulleiter an der deutschen Schule des kleinen, aber hübsch sauberen Ortes Lolita. Sie gab dort ebenfalls Unterricht, Deutsch für die Kleinsten.

Die Hieberts brachten mich zunächst einmal zum Mennonitenheim. Damit ich mich etwas erfrischen- und meine Sachen unterbringen konnte. Denn es war brütend heiss. Dann machten wir eine kleine Sightseeingtour durch die besseren Stadtviertel, denn die schlechteren waren sehr, sehr hässlich, da Paraguay ein ganz armes Land ist.

Schulleiter Hiebert mit Gattin, beim Begrüssunsgmahl Im Vordergrund mein Bier. Gutes Selbstbedienungs-Restaurant Hof des Mennonitenheimes in Asuncion Zweisprachiges Hinweisschild in Asuncion, so wie man sie auch oft im Chaco in der Colonie Menno sieht

Gemütliche Ecke im Hause der Hieberts. Der Kamin ist nötig, da die Temperaturen im Winter bis zu 1º unter null gehen Frau Pauline wird nach der Rückkehr nach Lolita von ihren Hunden und dem Papagei begrüsst Deutsche Schule in Lolita, die in nichts einer Schule in Deutschland nachsteht

Am nächsten Tag gings dann zum Chaco. Dieser fängt gleich hinter dem Fluss Paraguay an, der dem Land seinen Namen gab und den man úber eine langgestreckte Brücke überqueren muss,  wenn man aus Asunción herausfährt.

Rund fünfhundert Kilometer geht es dann durch eine wildromantische Landschaft, jedoch auf einer recht ordentlichen Teerstrasse. Man sieht Palmenwälder, dichten Busch, Indianerfamilien, die in notdürftigen Behausungen neben der Strasse wohnen und vor allem viele Rinder. Hier gibt es enorm grosse Haziendas. Der Reichtum, dieses ansonsten armen Landes ist hier, im Gran Chaco zu finden.

So richtig knubbellige, hübsche Brahman-Rinder Auch diese Hereford sind nicht zu verachtende Fleischproduzenten So ein Prachtexemplar hatte ich schon früher einmal in Sonora (Mexiko) gesehen. Die Kleinen Rinder kommen ans Haus um Wasser zu saufen

Hauptort Loma Plata:

Das Postgebäude in Loma Plata Die Berufsschule in Loma Plata Die Bibel-Schule in Loma Plata

Die kleinen Motos der Jugendlichen Berufsschüler, auf die diese Jungen unheimlich stolz sind Dem bayerischen CSU-Politiker Alfons Goppel wurden hier hohe Ehren erwiesen, indem man eine  Strasse nach ihm benannte Der Parkplatz gehört dem Zahnarzt in Loma Plata. Er hat offensichtlich nur deutschsprachige Patienten

Die meisten Beschilderungen sind zweisprachig, spanisch und deutsch. Viele Wegweiser weisen auf eine grosse Anzahl von deutschen Dörfern hin, die durch den ganzen Chaco verstreut sind. Es gibt auch einen deutsprachigen Radiosender, der mehrmals täglich Nachrichten aus der Umgebung bringt.

Eines der Museen Loma Platas Typische Strassenansicht Hospital in Loma Plata, welches einen hervorragenden Ruf geniesst.

Altenheim Loma Platas, direkt gegenüber des Hospitals.  Dort leben die alten Herrschaften, die der Betreuung bedürfen.  Direkt dahinter gibt es Altenhäuser für diejenigen, die sich noch selbst helfen können. Sehr ordentlich und gut gelöst.

Die Kirchen sind gut besucht und der Gottesdienst findet auf deutsch statt. Ausserdem sind sie architektonisch sehr hübsch anzusehn, geräumig und hell. Hier, an dieser Stelle, verzichte ich bewusst auf Schilderungen der mennonitischen Vergangenheit, über die es genug anderes Material gibt. Auch fehlen mir noch Bilder, die ich später einfügen werde.

Schild zum Hotel der Sawatzkys. Man achte auf die: SANDSTRASSE Trinwasserbehälterbau im Hof des Hotels Die Hotelbesitzer, Ehepaar Sawatzky

Bäder mit Dusche und WC
Ein deutsches Hinweisschild, welches den Fahrer zu besonnenem Fahren aufruft Auch im Hotel Mora, sch¨tzt man die Natur, wie man hier sieht. Alle Zimmer haben moderne Bäder, wie dieses.

Das Hotel Mora, in Loma Plata ist allen sehr zu empfehlen, ganz neu, blitz sauber und bestens bestückt mit eigener Dusche und Toillette. Internationalem Fernsehen. Klimaanlage und Ventilator.( Miefquirl).  Auch einen Kühlschrank gibt es in jedem Zimmer. Die Preise liegen für Ausländer etwas höher als für Einheimische, aber sind immer noch recht günstig.

Der kleine, blonde Enkel der Sawatzkys Kindertagesstätte

Durch das hervorragende Bildungsystem der Colonie bedingt, geht es den Mennoniten auch entsprechend gut, da sie sehr gut ausgebildet sind.

Schulleiter Funk im Lehrerzimmer Moderner Unterrichtssaum Alte Schule, die heute als Museum benutzt wird

Der neue Schulleiter Funk, beim betreten der Schule Loma  Plata. Im Teich schwimmen echte Karpfen. Dies Plakat der Hamburg-Süd,  hängt  im Büro  des Herrn Funk, als Andenken daran, dass viele mit der Süd úber den Fluss  kamen. Deutschsprachige Hinweisschilder auf die verschiedenen deutschen Dörfer der Umgebung

Schulhof Die freundlichen Herren: Walter Ratzlaff ( Tourismus )links und  Andreas Sawatzky ( Presse ) rechts Parabolantennen sorgen dafür, dass es in fast jedem Haus deutsches Fernsehen gibt

Hochmoderne Produktionsanlagen, sind umweltfreundlich in die Landschaft integriert und produzieren den Reichtum der Colonie Menno

Moderne, neue Molkerei Milchprodukte werden verladen Verladerampe

Teil der modernen Molkerei Vom Käse bis zum Yoghurt wird alles produziert Von diesen modernen Kühllastwagen, gibt es eine ganze Flotte

Dies Bild,  des modernen Schlachthofes, sowie das der neuen Molkerei, wurde uns freundlicherweise vom Kommitee Chortitzer, zur Verfügung gestellt

 

Modernster Supermarkt der keine Wuensche offenlaesst. Angenehm temperiert. Man bekommt sogar einen guten Kaffee in der Cafeteria Wirklich, man bekommt alles. Hier funktioniert das System der Cooperativa, wie es im Ursprung gedacht war, als zweispuriges Geschaeft und nicht als Einbahnstrasse Dem Supermarkt angeschlossen, eine moderne Eisenwarenhandlung in der alles vorhanden ist, was der Landwirt braucht. Man kann sogar an der Kasse chilenische Peso tauschen

Die Bürger der Colonie Menno, haben einen ausgeprägten Sinn für den Umweltschutz entwickelt.

Einer der vielen Flaschenbäume, die besonderen Schutz geniessen Mauerbewuchs der stolz gepflegt wird Den Baum liess man stehen, die Fahrzeuge fahren um ihn herum

Hier noch einige Bilder ohne Kommentar.

Im Chopp-Haus kann man für einen Standartpreis soviel essen wie man möchte. Alles deliziös und schmackhaft. Blitzsauber. Viel Fleisch am Spiess gegrillt. Die Getränke bezahlt man extra.

Chopp-Haus, ein modernes Restaurant im Haziendastil. Gutes Bier, gutes Fleisch, gute Kuchen und Nachspeisen Salatbar Saftige Rippen am Spiess

Auch an die Kinder wird im Chopp-Haus gedacht Lustige Runde Bar des Chopp-Haus

Chopp-Haus Chopp-Haus innen Kleine Gäste

Es gibt auch ein schönes Schwimmbad in Loma-Plata, leider habe ich kein Foto davon. Wer sich den Chaco ansehen will, sollte sich an Frau Behrend oder Herrn Ratzlaff wenden. Die Anschriften findet man an anderer Stelle im www.noticierocatalina.net.tc    Viajes-  Reisebüros 

Eine Reise lohnt sich, ist auch nicht teuer und sie erleben etwas ungeheuerliches, dreissigtausend Deutsche haben dem Gran Chaco ihren Stempel aufgedrückt. Ein kleines, schmuckes Stück Deutschland. Dr.Wolf Weber-Hill


 

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